ARGE Alp OL - Ein gelungener Wettkampf im Tirol

Geschrieben von Felix Engeler on .

Ein quantitativ knapp aber qualitativ gut bestücktes Thurgauerteam reiste am Wochenende mit drei Mietbussen ins Tirol, wo bei Sonnenschein und eindrücklichen Schneeverhältnissen zehn „Alpenländer“ und zwei Gastregionen (Thurgau und Baden Württemberg) an einem Staffelwettkampf und einem Einzel-OL um Punkte und Medaillen kämpften.

Die Staffel

Die Karte „Hochimst“ war uns Amriswilern nicht ganz fremd. Vor zwei Jahren führten die Amriswiler mit der OL Regio Wil anlässlich eines Trainingslagers im gleichen Gelände schon einen Staffelwettkampf durch. Man wusste also, dass kraxeln angesagt war, zudem der Neuschnee die Anforderungen alles andere als minimierte. Ein ungewohntes Bild lieferte der Startraum. Die für Staffelwettkämpfe üblichen Kartenwände, bzw. Kartenbalken suchte man vergebens. Fein säuberlich waren die Karten auf schräg eingeschlagenen Pfählen zusammengerollt und durften auf das Startsignal hin von den „Gümmelis“ befreit und aufgerollt werden.

argealp2Die Pfähle ersetzten die Kartenwand.

Sieben Teams der Thurgauer klassierten sich in den TopTen und steuerten so Punkte für die Länderwertung bei: Das Damen Elite, das Herren Elite-Team und die H-14 Läufer wurden je siebte, das Team D-45 erreichte Platz 5, die 55-jährigen Herren Platz acht.

argealp1Luca Zingg, fürs Thurgauer HE-Team unterwegs, beim Zuschauerposten.

Überstrahlt wurden diese guten Plätze von den 35-jährig gebliebenen Damen und Herren. Beide Teams klassierten sich in den Medaillenrängen. Marianne Hebeisen, Bettina Mattle und Liselotte Freuler erreichten Platz zwei, Urs und Thomas Müller mit Cyrill Meier Platz 3.

Fast perfekte Gastgeber

Zur Abendveranstaltung luden die Organisatoren in die Autobahnraststätte Trofana Tirol ein. Ohne lange Wartezeiten verpflegten sich über 500 Athletinnen und Athleten mit einem viergängigem Menü, wobei auch Karl Tiselius ein wenig dazu beitrug. Er rechtfertigte sein Ökonomiestudium und optimierte den Ablauf des Salatbuffets. Auch die Rangverkündigung der Staffelresultate ging schlank über die Bühne. Sie wurde musikalisch untermalt durch eine drei Damen starke jugendliche Band. Dass im OL halt auch bei den Besten immer wieder Fehler passieren, das zeigte das Bild mit der Tischkarte:

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Der Einzellauf

Das Bierschloss Starkenberg wurde am Sonntag zum Wettkampfzentrum umgebaut. Sowohl für den Zieleinlauf wie für die Festwirtschaft entpuppte sich die Umgebung als ideales Gelände und dass die Wartenden ein offenes Biermuseum vorfanden, schmälerte ihre Laune keineswegs, denn eine beissende Kälte erwartete die Frühstarter. Erst im Verlaufe des Tages wärmte die Sonne und wer den richtigen Platz ergatterte, konnte sich einiger Kleiderschichten entledigen.

argealp4Der Platz an der Sonne war begehrt.

Die Karte „Starkenberg“ war im Gegensatz zur Staffel-Karte Karte“Hochimst“ weniger ruppig und enthielt einige schnell belaufbare Passagen. Die Aufgabe, den richtigen Mix zwischen Tempo und Sicherheit zu finden, löste aus Thurgauer Sicht Liselotte Freuler am besten. Sie deklassierte in Niggli-Manier ihre Konkurrentinnen um mehr als 4 Minuten. Ganz stark lief auch Martina Seiterle, die bei den Damen Elite nur von Franziska Döring geschlagen wurde. Auch Florian Freuler, Luca Zingg und Urs Müller liessen sich nicht lumpen. Sie alle erreichten in ihren Kategorien Plätze auf dem Podest.

argealp5Liselotte zuoberst auf dem Podest.

Diese starke Thurgauer Präsenz auch in den Rängen vier bis zehn schlug sich im inoffiziellen Gesamtklassement nieder: Rang 5 in der Gesamtwertung, ein Resultat, das positiv überraschte und vor allem unseren Delegationsleiter Fritz Streuli freute. Er durfte nicht nur die Gratulationen der Veranstalter entgegennehmen, sondern auch den Dank der Thurgauer Delegation für seine umsichtige Planung und seine geschickte Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse.

Die genauen Ergebnisse findet man unter http://www.kompass-innsbruck.at

Mehr Bilder gibt es auf http://www.flickr.com/photos/orienteeringimst  

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