Das Erlebnis-Trainingslager im Elsass

Geschrieben von Felix Engeler on .

Mit sportlichen, kulturellen, historischen und kulinarischen Erlebnissen kehrte die 40-köpfige Delegation letzten Sonntag aus ihrem Trainingslager im Elsass zurück. Abwechslungsreich waren nicht nur die OL-Gebiete, sondern auch das ganze Begleitprogramm, das unser technische Leiter Cyrill Meier in gewohnt professioneller Art organisierte.

Fotos von Heinz Jean-Richard

Allgemeine Bildergallerie

Eine spezielle Aufgabe wartete bereits am ersten Tag: Die OL-Karte Neuf-Brisach. Diese über 200 Jahre alte Stadtfestung ist in der Form eines Achtecks angelegt, das mit metertiefen Gräben umgeben ist. In dieser beeindruckenden Anlage aus Mauern, Gräben,Toren und einer schachbrettartigen Innengestaltung galt es, sich geschickt in den verschiedenen Ebenen zu bewegen, die versteckten Durchgänge zu finden oder ellenlange Umwege in Kauf zu nehmen.

Physisch gefordert wurde man zweiten Tag. Vom schmucken Städtchen Ammerschwihr aus konnte (durfte, musste) man sich kilometerlang in den Rebbergen bewegen, bevor weitere Höhenmeter in steilen Waldpartien folgten.

Der Nachmittag gestaltete sich dann gelenkschonender. Die einen zogen einen Bummel im Städtchen Colmar vor, die anderen besuchten die Gedenkstätte „Le Lingenkopf“. George Leumann erklärte den geschichtlichen Zusammenhang, wieso dort im 1. Weltkrieg zehntausende von Soldaten in einem sinnlosen Stellungskrieg ihr Leben verloren.

Bei schönstem Wetter startete man am Freitag zu zwei Trainings. Am Morgen stand auf der Karte „Trois Epis“ ein Verfolgungsrennen auf dem Programm. Im Minutentakt starteten zwei bis drei Verfolger, die einen auf den kurzen Teilstücken ein- und überholen wollten. Der Wettkampf fand in einem wegen der vielen Steine und liegenden Ästen äusserst anspruchsvollen Gelände statt. Am Nachmittag folgte dann ein Partnerwettkampf auf der Karte „Labaroche“, einem Bijou einer Karte. Im Massstab 1:5000 waren alle Details gut lesbar und der dornenfreie Untergrund liess ein hohes Lauftempo zu. So machte OL allen Spass.

Auf der Heimreise am Sonntag machte der OL-Tross noch Halt im Forèt de colmar. Der topfebene Wald wird offensichtlich als Trainingsgelände sämtlicher sportlicher Colmarer benutzt. Für die OL-Läuferinnen und –läufer hatte der Wald seine Tücken. Die etwas willkürlich eingezeichneten Grünstufen verursachten zahlreiche Suchaktionen, von denen einige erfolglos abgebrochen werden mussten.

Ein anforderungsreiches, interessantes, pannen- und unfallfreies Trainingslager fand damit seinen Abschluss. Cyrill Meier und seine Gehilfen durften für die perfekte Vorbereitung und Durchführung einen verdienten Applaus entgegennehmen. Viele Teilnehmende freuen sich schon auf den Schlussabend, an dem Albert Fistarol seine Eindrücke vom Trainingslager filmisch vorstellen wird.

Karten

Neuf-Brisach

Trois Epis

 

Impressionen

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