Swiss International Mountain Marathon (SIMM)2014 in Sörenberg LU

Geschrieben von Cyrill Meier on .


Ziel der „Score-Kategorie" ist es in der vorgegebenen Zeit von fünf Stunden möglichst viele Punkte zu erlaufen. Jedem Team wird vor dem Start eine Liste mit den möglichen Posten und der jeweiligen Punktzahlen abgegeben. Nun besteht die Aufgabe darin, sich eine Route zu gestalten, bei der möglichst viele Punkte erzielt werden, ohne das Zeitlimit zu überschreiten. Dabei gilt es zu beachten dass die Posten je nach Schwierigkeitsgrad unterschiedlich ins Gewicht fallen und bei einer Zeitüberschreitung Punkte abgezogen werden. Je nach Alter und Geschlecht der Teilnehmer werden dem Team zusätzliche Punkte gutgeschrieben. Dadurch wird die Konkurrenz zwischen den Teams gefördert.
Als dritte Option werden „Trail-Marathon-Kategorien" angeboten. Diese funktionieren gleich wie die „Orienteering-Marathon-Kategorien" jedoch sind sie technisch einfacher, da sich die Strecke entlang von Wander- und Gebirgswegen orientiert.

 

Um uns möglichst gut auf den Lauf vorbereiten zu können, reisten wir bereits am Freitagnachmittag nach Sörenberg. Pünktlich mit unserer Ankunft begann es zu regnen, was es dann auch die ganze Nacht hindurch weiter tat. Umso grösser war daher die Überraschung, als sich kurz vor dem Start die Wolken lichteten und den Blick auf die wunderschöne Gegend freigab. Gestartet wurde auf dem Brienzer Rothorn mit der wunderbaren Aussicht zu Eiger, Mönch und Jungfrau auf der einen und die etwas sanfteren Berge nördlich auf der anderen Seite.

simm1Die abwechslungsreiche Strecke führte uns vom Start zu den Alpweiden oberhalb Brienz, dann ging es in südlicher Richtung oberhalb des Brünig Passes mit Aussicht auf den Lungerensee und anschliessend auf  den Sarnersee. Das Ziel des ersten Tages lag auf dem Glaubenbielenpass welcher Sörenberg mit dem Kanton Obwalden verbindet. Im gemeinsamen Camp schlugen wir unser Zelt auf, und verbrachten die folgenden Stunden mit erholen, Essen kochen und besprechen der heutigen Laufouten. Mit dem Untergang der Sonne kehrte im Camp dann relativ schnell Ruhe ein, da auch am nächsten Tag wieder einige Kilo- und Höhenmeter auf die Teilnehmer warteten. Zur Überraschung aller hatte es den ganzen Tag nie geregnet!
Auch am zweiten Tag war uns Petrus gut gesinnt. So war dann auch das Aufstehen nach einer etwas unbequemen Nacht im Zelt mit Vorfreude erfüllt. Die Posten waren an diesem Tag im Gebiet südlich von Sörenberg zu finden. Grosse Geländekammern mit vielen Bächen und Sumpfwiesen sowie einige Waldpartien warteten auf die Teilnehmer. Fast schon traditionell führt der letzte Streckenabschnitt jeweils steil Talwärts. Diese Jahr wurden auf den letzten Kilometern knapp 700 Höhenmeter vernichtet. Dies ist nochmals eine echte Belastung für die müder werdenden Beine. Müde ab glücklich erreichten wir bei schönstem Sonnenschein das Ziel beim Schulhaus in Sörenberg. Mit dem  gesamten Anlass und unserem Resultat sind wir sehr zufrieden.

simm3Speziell erwähnen möchte ich die herausragende Leistung des jüngsten Teilnehmers. Unser Mattia war mit seinen 7 Jahren der heimliche Star des Anlasses. Selbst nach fünf Stunden laufen in anspruchsvollem Gelände war er im abendlichen Camp noch sehr vergnügt und sorgte für eine heitere Stimmung. Auch der sehr gute Schlussrang (8.) des Duo Stricker-Sticker ist aller Ehren wert. Super gemacht Mattia, Gratulation!

 

 

 

Obwohl der SIMM ein spannender und erlebnisreicher Anlass ist, kämpfen die Organisatoren mit drastisch sinkenden Teilnehmerzahlen. 2014 waren noch knapp 90 Teams am Start. Noch vor wenigen Jahren waren es doppelt so viele. Es wird sogar gemunkelt, dass die im nächsten Jahr stattfindende 40. Austragung die letzte sein könnte. Es wäre schade, wenn dieses Highlight aus dem OL-Kalender verschwinden würde. Aus diesem Grund werden Christian, Max und ich für den Anlass 2015 bei euch etwas Werbung machen. Vor allem unseren jungen Läufern möchten wir den Anlass schmackhaft machen. Schliesslich beinhaltete eine Teilnahme am SIMM auch immer eine Portion Abenteuer. Mit Neuerungen wie z.B die „Score-Kategorie" und ein Gepäcktransport für Teilnehmer unter 10 Jahren schaffen die Organisatoren zusätzliche Anreize. So ist der SIMM kein Anlass für „Ausdauerspinner" sondern für die ganze OL-Familie. Es würde mich freuen euch im kommenden Jahr am Mountain Marathon zu treffen!
Infos: www.thesimm.ch

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